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Sonntag, 26. Mai 2013

Wolken.

Ich mag meine Heimat. Ich bin hier aufgewachsen. Das soll gar nicht patriotisch klingen, aber ich mag das Meer. Es ist immer da, schwappt mit hypnotischer Genauigkeit über meine Füße. Es bringt kühle Winde mit sich und erstarrt in einem frostigen Winter zu wunderschönen Skulpturen. Ich setze mich gerne an das Meer und lasse meine Gedanken schweifen. Wenn sich alles wie eine Sackgasse anfühlt, dann bringen mich die im Wind wogenden Schilfhalme auf andere Gedanken. Die Wolken bilden immer neue Phantasiegebilde und ich liebe es, im Gras zu liegen und sie dabei zu beobachten. Schäfchenwolken nannten wir sie früher. Heute weiß ich, dass man zu ihnen Cirrocumuli sagt. Das entzaubert ihre Aura trotzdem nicht. Im Gegenteil, es macht sie mythischer.
Es ist schon lange her, dass ich mich an den Bodden gesetzt habe und sie beobachtet habe. Manchmal wünsche ich mir das zurück. Die Unbeschwertheit und Leichtigkeit. Aber man soll ja nicht in der Vergangenheit leben, oder? Ich kann sie doch immer noch beobachtet. Ich muss mir nur die Zeit nehmen.

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